DeutschSprechen

Decks: ein Stapel, der zu deiner Woche gehört

Vokabeldecks

Vokabeldecks sind Ordner. Wortstapel ist das, was heute fällig ist, egal in welchem Ordner es liegt. Ich habe beides verwechselt und dann zwölf Decks gepflegt und keines gesagt. Karteikarten in DeutschSprechen brauchen wenig Ordnung. Sie brauchen einen Beispielsatz und den Abstand. SRS holt sie, ein Tag, drei, sieben, dreißig, neunzig. Der Ordner ist nur die Schublade.

Ein Deck für die Arbeit. Eins für den Alltag, den du wirklich hast. Mehr wird Verwaltung.

Was in ein Deck gehört

Wörter, die du in derselben Stunde brauchst. Pflege, Küche, Bahn, Amt. Nicht „Niveau B1“ als Schublade, weil Niveaus sich nicht an deinen Dienstplan halten. Der Beispielsatz kommt aus dieser Stunde. „Die Schicht beginnt um sechs.“ Nicht eine Definition. Wenn der Satz zu lang ist, kürzer, bevor du ihn ablegst.

Schau zuerst, ob die App den Satz schon hat. Über fünftausend Beispielsätze liegen bereit. Eigene Karten sind für die Lücke. Vokabeldecks aus kopierten Fremdlisten fülle ich nicht mehr. Die habe ich gewischt und vergessen.

Was ich nicht anlege

Ein Deck pro Grammatikkapitel. Ein Deck „wichtig“. Ein Deck „später“. Später ist kein Intervall. Wichtig ist das Wort, das du diese Woche umschrieben hast. Drei neue Karten am Tag, nur wenn das Widget unter fünf fällige zeigt. Sonst keine neuen, in keinem Deck. Der Wortstapel der fälligen hat Vorrang. Sonst baust du Schubladen und lässt die offenen Karten liegen.

Abends nicht das Deck, die Zahl

Das Widget zeigt fällige Wiederholungen, nicht „heute Deck Pflege“. Du nimmst acht fällige, aus welchem Deck auch immer. Zwei davon laut. Wischen: noch einmal oder ich kenne es. Ich kenne es nur nach dem Satz. Bekannte Wörter dürfen ins Archiv, damit sie den Stapel nicht zudecken. Das Deck bleibt. Die Karte ist nur nicht mehr im Weg.

Wenn du ein Deck wochenlang nicht anfasst, ist es entweder fertig oder es war nie deins. Archiv oder löschen, was du nicht sagen würdest. Nicht aus Schuld behalten.

Der Überblick: Decks. Wie eigene Karten entstehen: dein Satz.

Zwei Schubladen reichen

Vokabeldecks sind dann nützlich, wenn du in zehn Sekunden weißt, wo ein neues Wort hin soll. Arbeit oder Alltag. Karteikarten, die du erst einsortieren musst, kommen zu spät. Wortstapel bleibt der fällige Haufen am Abend. Der Ordner ist nebensächlich. Acht Karten. Zwei laut. Zu.

Ich benenne die Decks nach dem Ort, nicht nach dem Niveau. „Schicht“, nicht „B1 Verben“. In der Bahn weiß ich dann, welches Wort wohin gehört, ohne nachzudenken. Ein drittes Deck nur, wenn ein dritter Ort wirklich jede Woche vorkommt, das Amt zum Beispiel, und die Sätze sich nicht in den Alltag mischen lassen. Sonst bleibt es bei zwei. Neue Karten wandern am selben Tag in die Schublade, mit dem Satz, den du gesagt hast. Am Abend zählt nicht die Schublade. Es zählt, was fällig ist. Das Widget kennt deine Ordner nicht. Es kennt die Zahl. Die Zahl ist der bessere Plan. Zwölf Decks habe ich einmal gehabt. Ich konnte sie aufsagen und keinen Satz daraus. Seit zwei Schubladen ist der Mund lauter. Das ist der einzige Vergleich, der mich interessiert. Acht fällige Karten heute, egal aus welcher Schublade. Zwei laut. Wenn das Widget über zwanzig zeigt, kein neues Deck anlegen und keine neuen Karten. Aufräumen ist dann acht sagen, nicht eine dritte Schublade eröffnen. Vokabeldecks bleiben zwei. Der Wortstapel bleibt der Abend. Morgen wieder die Zahl, nicht die Ordner. Ein Satz aus der Schicht, laut, bevor du die Schublade überhaupt öffnest. Zwei Schubladen. Acht Karten. Schluss. Die dritte Schublade bleibt zu.

DeutschSprechen lässt dich ordnen. Es besteht nicht darauf. Der Satz im Wortstapel zählt, nicht die Anzahl der Vokabeldecks.